Auf keinen Fall einen Rüden! - Ja warum eigentlich nicht?

Eine unserer Pflegemamas teilt dazu mit uns ihre Erfahrungen:

„Seit einigen Jahren selber begeisterte Besitzerin von mittlerweile drei Galgos ( 2 Rüden, 1 Weibchen), eben so langer aktiver Mitarbeit im „Galgo-Tierschutz“ inklusive vieler Pflegehunde war ich schon öfter mit der Aussage : ‚Bitte keine Rüde!‘   konfrontiert.

Ja warum eigentlich ?

Aggressiver, unberechenbarer, bei (Klein-)Kindern nicht geeignet - waren die meisten Bedenken von unseren Interessenten.

Bei manch anderen Rassen mag das möglicherweise zutreffen, aber man darf nicht vergessen - der Galgo Espanol ist anders.
Der Galgo Espanol ist mit den hiesigen Hunderassen nicht vergleichbar.
Bei Gefahr oder wenn er Angst bekommt flüchtet der Galgo, denn er ist ein Fluchthund und besitzt so gut wie kein Aggressionspotenzial.

Meine Erfahrungen mit Rüden sind eher dahingehend, dass sie  „leichter“  zu führen sind als die Weibchen. Sie lieben es ebenso mit unseren Kindern zu spielen und zu toben, aber auch genauso zu kuscheln wie die Weibchen.

Der Jagdtrieb muss bei einem Rüden nicht stärker sein als bei einem Weibchen. Auch die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist grundsätzlich kein Problem.
Im Gegenteil: Rüden sind oftmals verträglicher, sie sind weniger zickig und dominant als so manche Hündin.

Manche Rüden sind vom Wesen her auch ruhiger und nicht so zappelig wie Hündinnen.
Auch die Macke des Markierens hat man rasch in Griff gebracht und sollte die Wahl eines Rüden nicht beeinträchtigen.
Natürlich darf man das Temperament im Freien nicht unterschätzen, aber auch hier darf man Rüden nicht gleich im Vorhinein als wilder einstufen.
Auch der Spaziergang mit einem Rüden muss nicht gleich ein Spießrutenlauf werden, auch hier kann man unter Umständen mit einer Hündin mehr zu tun haben als mit den hündischen Herren der Schöpfung.

Im Großen und Ganzen sei gesagt: es gibt sowohl bei Rüden als auch bei Weibchen lebhaftere Artgenossen die bei einer sportlichen Familie gut aufgehoben wären. Es gibt aber auch die typischen „Couchpotatoes“ die nur wenig Auslauf brauchen und Großteils am liebsten weichgebettet den Tag verbringen.
Wer hier eine fixe Einstellung hat, wird bald eines Besseren belehrt werden.

Also egal, ob Rüde oder Weibchen, jeder Topf findet irgendwann seinen passenden Deckel, man sollte nicht fixiert sein auf das Geschlecht, sondern einfach die Begegnung auf sich wirken lassen, denn wenn der Funke überspringt ist das Geschlecht nicht mehr wichtig.“

 

Galgo, Cat & Co. hat sich entschieden diesen Beitrag zu veröffentlichen, weil wir seit längerem eine „Diskriminierung“ der Rüden in der Vermittlung wahrnehmen und wir keine Gründe sehen, die diese rechtfertigt. Alle unsere Adoptanten von Rüden sind mir ihrer Wahl mehr als glücklich und zufrieden! Auch die hündischen Herren der Schöpfung sollen eine faire Chance bekommen und mit einem offenem Gemüt betrachtet werden.

Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass die Anschaffung eines Zweithundes mit einer Weibchen+Rüde-Kombi viel schneller harmoniert. Die Damen untereinander sind oft sehr zickig und so tun sich manche Hundefreunde wirklich einen Gefallen, wenn sie der Adoption eines Rüden gegenüber offen sind!

Auf dem Bild sind Dorea und Campero zu sehen, die beide ein gemeinsames Zuhause gefunden haben.