Ein Hund zieht ein

Es beginnt mit dem Einzug eines neuen Hundes in die Familie eine äußerst spannende, schöne und auch fordernde Zeit. Unsere Pflegestellen stehen Ihnen immer beratend zu Seite. Zusätzlich finden Sie im Anschluss Infos für die ersten Schritte rund um Ankunft, Fütterung, Pflege und Erziehung.

Manche Hunde kommen in ihren neuen Familien an und alles läuft von Beginn an reibungslos ab. Wieder andere sind noch in der Pubertät und testen ihre Grenzen aus, kämpfen mit Abschiedsschmerz von der Pflegefamilie und müssen erst Vertrauen zu ihren neuen Begleitern aufbauen.

Seien Sie sich bewusst darüber, dass es einige Zeit dauert bis der Hund eine feste Bindung zu Ihnen aufgebaut hat. Dazu benötigt der Hund Liebe, Sicherheit und klare Regeln. Sehen Sie den Neustart des Hundes als einen wirklichen Neustart: Versuchen Sie weitgehend zu vergessen welches Vorleben der Hund hatte und widmen Sie sich ihm mit der Aufmerksamkeit, die jeder Hund vom Züchter durch Sie erfahren würde. Mitleid hilft den Hunden nicht! Sicherheit und Struktur helfen Hunden aus dem Tierschutz am effizientesten in ein neues, sorgenfreies Leben mit ihrer Familie.

Übernahme des Hundes:

Galgo, Cat & Co ist es wichtig, dass die Tiere aus unserer Vermittlung keinen unnötigen Risiken ausgesetzt werden. Deshalb sollte die Übernahme des Hundes von der Pflegefamilie gewissenhaft vorbereitet werden. Wir informieren über alles Notwendige bereits im Vorfeld.

6 Wochen nur mit Leine!

Die ersten 6 Wochen nach Einzug des Hundes herrscht strikter Leinenzwang. Ihr Hund darf

außerhalb des Hauses/Wohnung nicht von der Leine gelassen und muss ausreichend gesichert werden. Nur allzu schnell kann es passieren, dass Windhunde in Panik aus einem einfachen Halsband schlüpfen. Bitte bedenken Sie das, und sichern Sie während dieser Zeit zusätzlich durch ein passendes Brustgeschirr!

In diesen 6 Wochen sind Sie und der Hund jedoch nicht zur „leinenlosen Untätigkeit“ gezwungen. Wichtig ist es diese Zeit intensiv zu nutzen, um den Rückruf des Hundes zu trainieren. Suchen Sie dafür ein eingezäuntes Gelände in dem Sie und der Hund entspannt trainieren können. Gut ist es auch, sich eventuell bereits in dieser Phase den Rat eines Hundetrainers/Hundeschule zur Hilfe zu nehmen. Geben Sie immer dasselbe Kommando (Abweichungen versteht ein Hund nicht) und belohnen Sie erfolgreiches Abrufen mit Leckerlis und/oder vor allem mit freudigem und überschwänglichem Lob!!!

Eingewöhnung/Fütterung:

Zur schnelleren Eingewöhnung bekommen unsere Schützlinge ihr Lieblingsspielzeug, Schmusedecke, Futter für die erste Zeit und den Tagesablauf mit Fütterungsplan von der Pflegefamilie mit. Das erleichtert die Eingewöhnung und ist schon mal ein Stressfaktor weniger für das Tier. Sollte der Hund Futterergänzungsmittel oder Medikamente erhalten, werden Sie ebenfalls von unseren Pflegestellen darüber informiert.

Klassische Notfall‐Apotheke: (sollte immer im Haus sein)

Dazu gehört, ein digitales Fieberthermometer ebenso wie Verbandsmaterialien:

Wundauflagen, elastische selbsthaftende Fixierbinden, nicht reizendes Desinfektionsmittel (zB. Betaisodonaspray), Wund-/Heilsalbe (zB Betaisodonasalbe, Weleda-Calendula).

Immer vorab die Wunde gut desinfizieren und bei größeren Wunden/Bissen etc. natürlich die Abklärung mit einem Tierarzt! Bitte führen Sie ein kleines Verbandspäckchen auch bei Spaziergängen mit – Verletzungen entstehen fast immer, wenn man mit dem Hund unterwegs ist und dann hilft die Apotheke daheim wenig.

Tipps für diverse kleine Wehwehchen finden Sie auf unserer Homepage.

Windhundzubehör:

Der Windhund sollte mit einem für seine Rasse geeigneten Halsband ausgestattet werden, da der Kehlkopf des Windhundes sehr empfindlich ist. Darum sind die Halsbänder für diese Rasse extra breit und gut gepolstert. Lassen Sie den Hund direkt probieren oder nehmen Sie genau Maß. Ein Halsband muss richtig passen, damit es den Hund nicht stört und im täglichen Gebrauch einwandfrei funktioniert.

Auch das Brustgeschirr sollte richtig sitzen und passen, damit sich der Hund nicht selber befreien kann! Kaufen Sie kein Brustgeschirr von der Stange, da diese meistens scheuern und der Hund ausschlüpfen kann. Es gibt spezielle Brustgeschirre für Windhunde! Fahrradfahren, Rollerbladen und Joggen bitte nur mit Brustgeschirr!

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Ein Hund will beschäftigt sein:

Nur ausgelastete Hunde sind ruhige, glückliche Begleiter. Oftmals wird dies bei Windhunden nur als körperliche Auslastung verstanden. Ihr Windhund benötigt aber auch viel geistige Forderung! Dazu kann sehr gut Spiel mit geistiger Arbeit verbunden werden: Verstecken‐Spiel, Hütchenspiel, Geschicklichkeitsspiele – die Auswahl ist groß und es macht Hund und Herrchen/Frauchen sehr viel Spaß! Ihr Hund dankt es Ihnen mit sichtbarem Spaß an der Sache und lernt auch: Herrchen/Frauchen sind spannend! Damit fördern Sie indirekt die Konzentration des Hundes auf Sie und verstärken die Bindung!

Spaziergang mit einem Windhund:

Nach den ersten 6 Wochen mit Leinenzwang - Windhunde lernen den Rückruf zumeist sehr gut. Einzig muss man sich immer bewusst sein, dass sich ein Windhund als Jagdhund nicht mehr abrufen lässt, wenn er einmal im Jagdmodus ist. Heißt für Sie immer im Freilauf - beobachten und beschäftigen Sie Ihren Hund zB mit Suche nach Leckerlis und/oder kurzen Trainingseinheiten! Neugierige Langnasen die das Gelände genau begutachten, kommen an die Leine! Ein Windhund kann nicht während eines ganzen Spaziergangs ohne Leine geführt werden. Er muss die Möglichkeit haben die Beine lang zu machen und danach ist für ihn ein Spaziergang an der Leine völlig in Ordnung.

Wenn der Hund sich aus dem Staub macht:

Ein Windhund kehrt immer an den Ausgangspunkt seiner „wilden Jagd“ zurück. Auch wenn es noch so schwer fällt: zumindest eine Person soll am Ausgangspunkt verbleiben! Im Schnitt sind die Herrschaften nach ca. 15 min wieder zurück. Egal wie sehr Sie sich im ersten Moment über Ihren Hund ärgern: eine Rückkehr muss immer mit Freude und Lob quittiert werden. Schimpfen Sie Ihren Hund in dieser Situation aus, wird er sich merken: „zurückkommen = falsches Verhalten“!