Rezepte bei Durchfall

Möhren enthalten eine ganze Reihe von wirksamen Inhaltsstoffen. Die gelben und roten Farbstoffe, die Carotinoiden, schützen die Zellen vor schädigendem Lichteinfluss, das fettlösliche Betacarotin wird in der Leber zum lebenswichtigen Vitamin A umgebaut. Darüber hinaus haben Möhren einen hohen Anteil an Mineralstoffen (Kalium, Selen) und sind reich an Ballaststoffen sowie an Vitaminen C.
Karotten können sogar Antibiotika ersetzen: Anfang des 20. Jahrhunderts verabreichte der Ordinarius der Heidelberger Kinderklinik, Professor Ernst Moro, eine später nach ihm genannte Möhrensuppe, wodurch die Sterberate der an Durchfall erkrankten Heimkinder drastisch sank.
Erst vor wenigen Jahren haben Erlanger und Wiener Forscher herausgefunden, warum bestimmte Inhaltsstoffe von Karotten, Äpfel, Heidel- und Preiselbeeren Durchfälle bereits nach 2 Tagen zum Abklingen bringen und warum sie vielen Antibiotika überlegen sind und diese teilweise ersetzen können. Bestimmte Kohlenhydrate, sogenannte Oligogalakturonsäuren, blockieren die für den Durchfall verantwortlichen Bakterien. Diese können sich nicht an die Darmschleimhaut anheften, keine Giftstoffe mehr freisetzen und der Durchfall wird besser.
In der Schweinehaltung wird das Kohlenhydrat mit deutlich größerem Erfolg als Antibiotika bei der Bekämpfung von Massendurchfällen bereits eingesetzt.
In der häuslichen Anwendung liegt das Geheimnis in der Zubereitung der Möhre: erst nach längerem Kochen wird das wirksame Molekül freigesetzt.
Als Abwandlung der Moroschen Karottensuppe kann für den Hund eine Hühner-Möhrensuppe gekocht werden, die tatsächlich Wunder wirkt.
Das Rezept der Moroschen Karottensuppe:
Hähnchenschenkel oder Suppenhuhn mit Wasser bedecken, ein Prise Salz hinzufügen und einmal aufkochen lassen. Den entstandenen Schaum mit einer Kelle abschöpfen. Acht Möhren in Stücke schneiden und dazu geben und mindestens 2 Stunden köcheln lassen.
Die Haut vom Huhn entfernen, da sie für einen kranken Hund zu fett ist. Das Fleisch von den Knochen lösen und klein schneiden, die Möhren pürieren. Evtl. die oberste Fettschicht von der erkalteten Brühe abschöpfen, bevor Karottenmus und Fleisch wieder hinein gegeben werden.
Ist der Hund trotz seiner Erkrankung hungrig, kann problemlos Reis dazu gegeben werden.
Da die Vorbereitung etwas Zeit in Anspruch nimmt, kann die Suppe im Voraus gekocht und für den Notfall eingefroren werden.

oder:

Schonkost-Durchfall-Rezept

Zutaten:

200 gr. gekochtes oder gedünstetes helles Fleisch( Huhn, Pute, Kaninchen, Kalb, Wachteln )

40 gr. Kürbis oder Karotten, gedünstet und püriert - kein Reis, da Reis das Wasser im Organismus der Katze bindet.
Kristallsalz - 0,5 g auf 100 g Fleisch

Calcium Citrat oder Calcium Carbonat - 0,5 g auf 100 g Fleisch

Taurin - 1/2 Dosierlöffel auf 100 g

Achtung: Keinen Ulmenrindensirup unter das Futter mischen, er würde verhindern, das die Nährstoffe aufgenommen werden. Man kann den Sirup 45 Minuten vorher oder nach der Fütterung verabreichen.

oder:

Hühner-Gelee

wird gerne zur Unterstützung bei Futterumstellung genommen und zur Flüssigkeitsaufnahme.

Zutaten:

1 ganzes Suppenhuhn (wenn möglich mit Füßen und Kopf)

1 Esslöffel Meersalz

1 Esslöffel Obstessig

Zubereitung:

Das Suppenhuhn in kleine Teile schneiden und hacken, in einem Topf legen und mit Wasser bedecken, 1/2 Std. stehen lassen.

Dann aufkochen, aufwallen lassen, Temperatur zurückdrehen und den entstandenen Schaum abschöpfen.

Das ganze weitere 8-12 Stunden (!) schwach sieden lassen (so, dass es gerade nicht sichtbar kocht), gelegentlich Wasser nachfüllen, dass das Fleisch bedeckt bleibt.

Am Ende der Siedezeit Fleisch und Knochen entfernen, sie sind nichts mehr wert - abkühlen lassen.

Wenn die Suppe abgekühlt ist entsteht ein wunderbares, schnittfestes Gelee.

Es kann in kleinen Portionen eingefroren und bei Bedarf aufgetaut werden.

Das Gelee bringt zusätzliches Wasser in den Organismus, wenn Ihr Hund oder Katze schlecht trinkt.