Ulmenrinde

Ulmenrinde (Ulmus fulva/rubra) oder auch Slippery Elm Bark (SEB) ist als Nahrungsergänzungsmittel bei Kindern, Kranken und auch bei Rekonvaleszenten bekannt. Es wird bei Hunden, Katzen, Frettchen usw. ebenso als Futterergänzungsmittel verwendet.

Es darf auch schon bei Saugwelpen eingesetzt werden.

Wirkstoffe

Die Ulmenrinde enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleimstoffe. Außerdem Vitamin A, B, C und K sowie große Mengen an Calcium, Magnesium und Natrium. Sie enthält langkettige Zucker, auch Polysaccharide genannt. Polysaccharide sind Kohlenhydrate und bilden in Verbindung mit Wasser eine glatte Substanz/Schleim.

Ulmenrinde schmeckt mild bis bitter und auch etwas süßlich. Man kann sie innerlich und äußerlich anwenden.

Eigenschaften

  • nahrhaft durch die Versorgung mit speziellen Nährstoffen
  • entzündungshemmend und lindernd
  • schleimbildend
  • adstringierend
  • beruhigend und lindernd

Anwendungsgebiete

  • bei Schleimhautentzündungen des Magen-/Darm-Traktes, der Lunge (Asthma, Bronchitis), Nieren, Blase, Hals usw.
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Magenprobleme
  • in der Onkologie, wenn während der Chemotherapie keine Nahrung beibehalten werden kann
  • bei Übelkeit und Magenübersäuerung (daher z.B. CNI)
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Hämorrhoiden
  • Koliken
  • Husten
  • Bronchitis
  • chronische Blasenentzündung
  • lindernd und entzündungshemmend bei Geschwüren und Entzündungen im Maul und Zahnschmerzen
  • Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn
  • kann bei Anwendung Candidapilz verhindern
  • als Entgiftungsmittel einsetzbar, da der Schleim auch die Knochen und Gelenke schmiert, im Darm und allen anderen Bereichen des Körper Abfallstoffe ausleitet
  • laut aktuellerer Studien soll SEB auch Antioxidantien enthalten, welche sich positiv auf die Nieren auswirken können
  • antiseptisch bei Wunden und Ausschlägen, Ekzemen
  • wird auch empfohlen, wenn Mensch oder Tier nicht zunehmen, obwohl sie gut essen

Hauptsächlich wird Ulmenrinde in der Tierheilkunde als schützende Schleimschicht bei überreiztem Magen eingesetzt. So zum Beispiel bei Tieren, die einen übersäuerten Magen haben oder gerade eine Magen-Darm-Infektion oder Gastritis ausheilen.

Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Jedoch kann es bei äußerlicher Anwendung zu allergischen Reaktionen kommen. In diesen Fällen sollte Ulmenrinde nicht mehr äußerlich angewendet werden.

Es gibt keine Untersuchungen zu Wirkungen von SEB in der Trächtigkeit, deswegen sollte es dort nur vorsichtig und unter genauer Beobachtung eingesetzt werden.

Wechselwirkungen

Die Einnahme des Ulmenrindenschleims kann die Aufnahme von Medikamenten erschweren/verhindern. Deswegen sollte immer mindestens 30 Minuten Abstand zwischen der Einnahme des Ulmenrindenschleims und Medikamenten oder auch Futter eingehalten werden.

Wichtig ist auch, dass SEB-Pulver nur mit einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit eingenommen werden darf, da es sonst zu Verstopfungen kommen kann.

Die Ulmenrinde mit dem Wasser übergießen, erhitzen bis zum Sieden und dann abseihen. Mund dann mehrmals tgl. Damit ausspülen.

Hinweis:

Wenn Sie ein Hausmittel anwenden möchten, überprüfen Sie vorher immer, ob dieses Mittel tatsächlich für den individuellen Fall Ihres Tieres geeignet ist. Alles, was eine Wirkung hat, kann auch eine unerwünschte Wirkung haben. Vieles Herumprobieren kann ein krankes Tier mehr schwächen als heilen. Achten Sie daher genau darauf, ob es Ihrem Tier unter der Anwendung des Hausmittels wirklich besser geht, ob gar nichts passiert oder ob sogar neue Symptome auftreten. Nur wenn es Ihrem Tier besser geht, ist die Anwendung für begrenzte Zeit auch sinnvoll.

Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an eine/n Tierheilpraktiker/in oder Tierarzt/Tierärztin.